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Print- oder Online-Bewerbung – wird es diese Frage in Zukunft überhaupt noch geben?

Heute sind Jobbörsen im Netz die erste Quelle für Bewerber, hier lässt es sich in Ruhe recherchieren, wo welche Stellen offen sind. Dagegen zählen Print-Anzeigen, wie sie in der Vergangenheit ausschließlich geschaltet wurden, kaum noch eine Rolle bei der Suche.

Bei der Umfrage „Jobbörsenkompass“ von dem Portal Crosswater Jobguide befragte man 40.000 Bewerber. Dabei kam heraus, dass während fast 60 Prozent der Jobs im Gesundheitswesen online „gefunden“ und besetzt werden, nur noch 1 Prozent der Vakanzen über Print-Zeitungen besetzt werden.

Das bedeutet: Print verliert auch bei der Jobsuche immer mehr an Bedeutung, Online-Börsen führen auf dem Markt. Sterben also Druckversionen aus? Wie lange wird es überhaupt noch Print-Ausgaben geben? Und welche Auswirkungen hat das auf die Jobsuche?

Dazu möchten wir Ihnen einen kleinen Einblick geben.

Bewerbungen nur noch digital? Worauf muss ich achten?

Die jüngere Generation – „Digital Natives“ – informiert sich nur noch fast ausschließlich im Netz. Verlage müssen also umdenken und digitale Angebote in ihr Portfolio integrieren, um noch zukunftsfähig zu sein. Und Unternehmen bevorzugen jetzt schon elektronische Bewerbungsunterlagen und akzeptieren kaum noch klassische Bewerbungsmappen.

Worauf muss ich bei einer Online-Bewerbung achten?

Wie unterscheidet sich die Online-Bewerbung? Wie formuliere ich diese am besten? Was sollte ich vermeiden und wie ist es richtig?

Erste mögliche Stolperfallen sind sowohl in der klassischen Bewerbung als auch bei digitalen Bewerbungen natürlich Rechtschreibfehler – ein absolutes No-Go und das direkte Aus für meine Bewerbung! Auch abgedroschene Floskeln, ein umgangssprachlicher Ton oder auch Smileys haben in einer Bewerbung nichts verloren – außer ich bewerbe mich vielleicht bei einer flippigen Online-Agentur?

Aber wie mache ich es richtig? Hatte ich schon Kontakt zum Unternehmen? War ich bereits auf einer Job-Messe oder einer Veranstaltung der Firma? Kenne ich den Namen des Recruiters? Steht dieser vielleicht schon in der Stellenanzeige oder sind Namen auf der Website zu finden? Dann ist das eine gute Möglichkeit, bereits hier eine Beziehung aufzubauen. Falls ein Anschreiben per eMail oder als Text möglich ist, dann sollte dieses immer individuell gehalten werden und auf das Unternehmen und die entsprechende Stelle passen. Warum bin ich genau die richtige Person für diese Stelle? Kenn ich meine eigenen Stärken? Habe ich diese auch entsprechend fokussiert?

Dokumente im Anhang

Natürlich ist es mit einem Anschreiben nicht getan. Es fehlen noch entsprechende Dokumente, die belegen, dass ich die richtige Person für diese Stelle bin. Stehen in der Stellenanzeige schon genaue Angaben, was gefragt ist? Dann muss ich diese auch liefern: Lebenslauf? Arbeitszeugnisse? Empfehlungsschreiben? Zertifikate? Dokumente, die meinen Erfolg belegen (Prämienbelege etc.)?

Falls die Unterlagen nicht direkt in einem Portal hochgeladen werden können, ist anzuraten, alle Dokumente in einem Attachement zusammenzufassen. Durch die Komprimierung wird sichergestellt, dass die Bewerbung auch ankommt und nicht auf Grund der Größe nicht durch geht.

Wie tickt der Recruiter?

In einer Studie von Staufenbiel Institut und Kienbaum „Recruiting Trends 2017“ wird erwähnt, dass 40% der Personaler weniger als fünf Minuten in eine Bewerbung investieren, bei 47 Prozent der Personaler sind es schon sechs bis 15 Minuten. Das ist nicht lang, um einen bleibenden Eindruck zu hinterlassen. Für fast alle Unternehmen ist der Lebenslauf das wichtigste Element der Bewerbung. Die Mehrzahl der Recruiter sehen den Lebenslauf als das wichtigste Element in der Bewerbung. Darin erkennen sie möglichst rasch, ob der Bewerber für die Position fachlich in Frage kommt. Sie legen einen großen Wert auf eine gute Übersichtlichkeit und die Struktur einer Bewerbung. Hat mein Lebenslauf es geschafft, die erste Hürde zu übernehmen, ist oft das Telefoninterview bzw. das Skype-Interview der nächste Schritt. Dazu wird es demnächst einen Blog-Beitrag geben).

Welche Fehlerfallen gibt es bei der Bewerbung im digitalen Zeitalter?

Bekannt ist mittlerweile, dass das Internet nichts vergisst! Was bedeutet das für meine Bewerbung? Welche Fehler kann ich denn im Social Media-Zeitalter machen? Habe ich ein Facebook/Instagramm/Twitter/SnapChat-Account? Welche Bilder habe ich dort eingestellt? Welche Aussagen habe ich da, vielleicht von vielen Jahren getroffen? Bereits bei einer schnellen Recherche im Netz können schon Punkte auffallen, die dazu führen, dass gerade meine Bewerbung wieder weiter nach unten rutscht und nicht mehr für die ausgeschrieben Stelle berücksichtigt wird.

Fazit

Die Digitalisierung ist in den Medien auf dem Vormarsch. Ein Blick in die Zukunft zeigt, dass auch der Recruiting-Prozess einem rasanten Wandel unterliegt. Unternehmen und Kandidaten stehen diesem Prozess offen gegenüber und damit bleibt der Bewerbermarkt weiterhin spannend!

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